Klare Worte – Sechs wirksame Mittel, die die Kommunikation erleichtern (3/3)

Ich habe bereits darüber geschrieben, weshalb eine einfach und  konkrete Sprache so wichtig sind und über das Sprechen mit Referenzpunkten.

Wir sollten uns, wenn wir besser verstanden werden wollen, häufiger bewusst machen, wie wir sprechen. Denn welche Worte wir wählen, in welchem Tonfall wir sprechen und was wir über eine Sache oder unser Gegenüber wirklich denken, all das ist hörbar und zeigt sich in unserer Sprache.  

Hier sind einige weitere Einsichten und wirksame Mittel, die uns helfen klarer zu sprechen, damit wir besser verstanden werden:

5. Emotionen abkühlen lassen

Wer gerade aufgebracht ist, spricht ausschweifend und eher verletzend. Wenn wir sehr wütend, ängstlich oder genervt sind, können wir nicht klar denken. Sich dann selbst zu beobachten und etwas gesunden Abstand zu den eigenen Gefühlen zu gewinnen, hilft, um wieder klar und zur Sache zu sprechen.

Anstatt sich von einer Woge eigener Gefühle übermannen und sich sprachlich von ihr davontragen zu lassen: kurz warten, durchatmen, sich innerlich beobachten und die eigenen Gefühle erkennen. “Ach, sieh an, da steigt Wut in mir auf. Ich fühle ich mich davon angegriffen.” Wer sich und seinen Gefühlen etwas Zeit gibt und in eine innere Distanz zu seinen Gefühlen geht, hat bald wieder einen klaren Kopf, um sachlich zu antworten.

Wir sind nicht unsere Gefühle. Unsere Gefühle sind nicht wir. (Damit meine ich nicht, dass wir Gefühle ignorieren und beiseite schieben sollten. Im Gegenteil.)

6. Innerlich klar sein

Gerade der vorherige Punkt zeigt uns, wie sehr sich der Blick auch nach Innen richten muss, damit Kommunikation gelingt. Wer innerlich klar ist, kann auch nach außen klar sprechen. Das heißt nicht, dass es schon genügt zu wissen, welche Information man eigentlich mitteilen möchte. Es heißt vor allem, gut darauf zu achten, was neben dem Wunsch, eine Sachinformation mitzuteilen innerlich noch alles los ist.

Ärgere ich mich vielleicht noch über ein vorheriges Telefonat? Beschäftigt mich eigentlich gerade ein anderes Thema und deshalb höre ich nicht gut zu? Warum stört es mich gerade jetzt, dass die Kollegin so laut telefoniert? Was will ich denn eigentlich, dass sie tut? Soll sie gar nicht mehr telefonieren? Oder einfach nur etwas leiser und weniger lang? Oder will ich sie nur bitten, bei längeren Telefonaten die Tür ihres Büros zu schließen?

In dem Beispiel mag die innere Bestandsaufnahme und die Entscheidung, welche Bitte man an die Kollegin richten will, noch einfach sein. Im Berufsalltag ist es meistens um einiges komplizierter. 

Doch egal, wie wichtig oder unwichtig, kompliziert oder einfach eine Sache uns erscheinen mag: Wer genau weiß, wie die inneren Verhältnisse sind und die eigenen Ziele kennt, kann sich auch nach außen klarer mitteilen. Die Chancen, dass die Kommunikation an Klarheit und an Wirksamkeit gewinnt, steigen enorm.

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Und wenn du persönlich für ein bestimmtes Thema, z.B. bei einer schwierigen Entscheidung, Unterstützung brauchst, um leichter innere Klarheit oder die richtigen Worte zu finden, schreib mir gerne. In persönlichen 1:1-Coachings entwickeln wir Lösungen für deine Thema. Und die richtigen Worten kommen dann wie von alleine.

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