Wertschätzung – wie Führungskräfte sie schenken können

In wahrscheinlich jeder Mitarbeiterbefragung (und bestimmt in vielen Beziehungskonflikten) dürfte er vorkommen: Der Wunsch nach mehr Wertschätzung. MitarbeiterInnen wünschen sie sich, Führungskräfte glauben, sie schon zu geben. Es scheint etwas schief zu laufen bei der Wertschätzung. Nur was? Und wie kann es besser werden?

Was gilt das Lob der Ahnungslosen?

Lange habe ich gedacht, es könne eigentlich nur derjenige eine Leistung wirklich wertschätzen, der sich in der jeweiligen Materie gut auskennt. Denn was gilt schon das Lob eines vergleichsweise ahnungslosen Laien? Doch Moment, das hieße ja, dass eine Führungskraft niemals allen MitarbeiterInnen echte Wertschätzung aussprechen kann. Denn wer ist als Führungskraft schon ExpertIn in allen Fachthemen? Muss sie ja gar nicht sein.

Die Währung bestimmen die Anderen

Wie kann also echte, wertvolle Wertschätzung aussehen? Eine, die bei Empfängern tatsächlich ankommt? Meine Faustregel: Die Währung bestimmt immer der oder die Andere, niemals ich selbst. Ich kann nur zuverlässig sagen, wodurch ich mich wertgeschätzt fühle. Was meiner Kollegin oder meinem Mitarbeiter bestätigt, dass ich eine Leistung als wertvoll anerkenne, das können nur sie sagen. Für die eine ist es die offene Würdigung ihrer Leistungen bei einer internen Veranstaltung, für den anderen der hohe Grad an Entscheidungsfreiraum und für den Dritten etwas ganz anderes.

Fragen und gut hinhören

Deshalb liebe Chefinnen und Chefs, fragt, hört genau hin und findet so raus, in welcher Währung eure MitarbeiterInnen Wertschätzung  handeln. Vielleicht ist es dann doch einfacher als gedacht. Um Mißverständnisse wie diese zu vermeiden oder aufzuklären, hilft eine Unternehmenskultur, die gewisse Systemprinzipien beachtet und in der umsichtig mit Sprache umgegangen wird. Ich berate Unternehmen, die das tun wollen.

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